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GEGENWIND-KRAFTGRUPPE

Sulz - Dornhan - Vöhringen

aktuelles - 09.07.26:

Bürgerinitiative naturaktiv Sigmarswangen - 1.155 Unterschriften für Bürgerbegehren gegen Windindustrieanlagen im Wald übergeben

Sigmarswangen, 9. Juli 2026

 

Das Bürgerbegehren gegen die Unterstützung von Windindustrieanlagen in den Waldgebieten rund um Sulz am Neckar hat eine überwältigende Resonanz erfahren. Seit dem Start der Unterschriftensammlung im Mai konnten insgesamt 1.155 Unterschriften auf 286 Unterschriftslisten gesammelt werden. Die Listen wurden am Donnerstag, den 9. Juli 2026, von Isabel Pittroff (Mitinitiatorin) sowie Bernd Hoffmann (Vertrauensperson) an Bürgermeister Keucher im Rathaus der Stadt Sulz übergeben.

 

Damit dürfte die für ein erfolgreiches Bürgerbegehren erforderliche Anzahl von ungefähr 750 gültigen Unterschriften deutlich überschritten worden sein. Das Bürgerbegehren richtet sich gegen die Bereitstellung und Nutzung kommunaler Grundstücke, Flächen und Wege für die Errichtung von Windindustrieanlagen im Staatswald rund um Sulz. Dazu gehören insbesondere der Ausbau und die Verbreiterung von Wegen für Schwerlasttransporte sowie die Nutzung städtischer Flächen für Zufahrten, Lagerplätze und weitere notwendige Infrastruktur.

 

Der große Zuspruch während der vergangenen Wochen zeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger eine weitere Beteiligung der Stadt Sulz an diesen Windindustrieprojekten kritisch sehen. Bereits beim Bürgerentscheid im Februar 2025 hatte sich eine deutliche Mehrheit gegen die Verpachtung kommunaler Waldflächen für Windindustrieanlagen ausgesprochen. Das neue Bürgerbegehren macht deutlich, dass der Wunsch nach dem Schutz der heimischen Wälder und nach einer unmittelbaren Beteiligung der Bevölkerung weiterhin sehr groß ist. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass ihre Entscheidung nicht durch die indirekte Bereitstellung kommunaler Flächen und Wege für Projekte auf angrenzenden Staatswaldflächen umgangen wird.

 

Nach der formalen Prüfung der eingereichten Unterschriften muss sich der Gemeinderat mit der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens befassen. Sollte der Gemeinderat dem Bürgerbegehren nicht inhaltlich entsprechen, sollen die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheids selbst darüber abstimmen können, ob kommunale Flächen und Wege für die geplanten Windindustrieanlagen zur Verfügung gestellt werden dürfen. Dieser Bürgerentscheid wird dann voraussichtlich im Herbst stattfinden.

 

Die Bürgerinitiative NaturAktiv Sigmarswangen hat das von engagierten Sulzer Bürgerinnen und Bürgern initiierte Bürgerbegehren von Beginn an ausdrücklich unterstützt. Die Bürgerinitiative bedankt sich bei allen Menschen, die unterschrieben, Unterschriftenlisten verteilt oder bei der Sammlung geholfen haben.

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Über NaturAktiv Sigmarswangen

NaturAktiv Sigmarswangen ist eine überparteiliche Bürgerinitiative aus Sulz-Sigmarswangen, die sich entschieden für den Schutz des Waldes, der Biotope und der Naturdenkmäler einsetzt. Ziel der Initiative ist der Erhalt der Lebensqualität im Ort und in den umliegenden Naherholungs- und Waldgebieten. Sie informiert umfassend über die ökologischen und sozialen Folgen der geplanten Windindustrieprojekte und engagiert sich dafür, den Bau von Windindustrieanlagen in sensiblen Naturgebieten zu verhindern.

 

Kontakt:

Bürgerinitiative NaturAktiv Sigmarswangen - Buchenstraße 7 - 72172 Sulz am Neckar

E-Mail: [email protected] // Homepage: www.naturaktiv.info


Übergabe der Unterschrift an Bürgermeister Jens Keucher durch Isabell Pittroff und Bernd Hoffmann
Übergabe der Unterschrift an Bürgermeister Jens Keucher durch Isabell Pittroff und Bernd Hoffmann

Bürgerinitiative Gegenwind–Kraftgruppe Sulz - Dornhan – Vöhringen: Pressemitteilung

zur heute erfolgten Abgabe von 1.155 Unterschriften an den Sulzer Bürgermeister Jens Keucher für ein Bürgerbegehren gegen Windindustrieanlagen im Wald 

 

Ergänzend zur Pressemitteilung unserer benachbarten und befreundeten Bürgerinitiative NaturAktiv möchten auch wir als Gegenwind-Kraftgruppe Sulz– Dornhan–Vöhringen ausdrücklich betonen, dass wir das Bürgerbegehren der engagierten Sulzer Bürger uneingeschränkt unterstützen. 

 

Beim Bürgerentscheid im Jahr 2025 hat sich eine klare Mehrheit der Sulzer Bürger gegen Windkraftanlagen in den heimischen Waldgebieten ausgesprochen. Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen konnte sich dieser Bürgerentscheid jedoch ausschließlich auf die städtischen Waldflächen beziehen. 

 

Wir sind überzeugt, dass die Bürger, die sich damals gegen Windkraft im Wald ausgesprochen haben, ihre Haltung nicht vom Eigentümer der jeweiligen Waldfläche abhängig machen. Ob Stadtwald oder Staatswald des Landes BadenWürttemberg – es handelt sich in beiden Fällen um öffentlichen Wald, dessen Schutz vielen Menschen gleichermaßen am Herzen liegt.  

 

Zwar ist das Land Baden-Württemberg rechtlich nicht verpflichtet, das Ergebnis des Bürgerentscheids auf den Staatswald zu übertragen oder bei seinen Entscheidungen zu berücksichtigen. Dennoch hätten wir erwartet, dass der eindeutige Bürgerwille mit dem gebotenen Respekt behandelt und in die Entscheidungsfindung einbezogen wird.

 

Dass dies nicht geschehen ist, hat nun dazu geführt, dass engagierte Bürger aus Sulz ein weiteres Bürgerbegehren initiiert haben. Dieses Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung.  

 

Wir unterstützen dieses Bürgerbegehren ausdrücklich und bedanken uns herzlich bei allen Bürgern, die mit ihrer Unterschrift und ihrem persönlichen Einsatz zum Gelingen beigetragen haben. Ihr Engagement ist ein wichtiges Zeichen gelebter demokratischer Mitwirkung.


Bürgerentscheid mit über 60 % der Stimmen gewonnen

25.02.25

Presseerklärung der Bürgerinitiative „Gegenwind–Kraftgruppe“ zum Bürgerentscheid in Sulz am Neckar

 

Das Ergebnis des Bürgerentscheids erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit. Überwältigende 60,21 % der Wähler haben sich gegen eine Industrialisierung unserer Wälder und damit für die Natur und die Bewahrung unserer Landschaft als intaktem Lebensraum ausgesprochen. 

 

Dabei musste der Bürgerentscheid gegen den erbitterten, Widerstand der Stadtverwaltung Sulz unter Bürgermeister Keucher erzwungen werden - erst das Verwaltungsgericht in Freiburg konnte diesem demokratischen Prozess letztlich den Weg ebnen.  Bürgermeister und Gemeinderat handeln nur in stellvertretender Funktion und sind dem Bürgerwillen verpflichtet. Diesen in einer dermaßen wichtigen Entscheidung notorisch zu ignorieren und sogar mit aller Macht zu bekämpfen, zeugt von bedenklicher „Bürgerferne“. 

 

Trotz dieser Widrigkeiten hat eine klare Mehrheit der Sulzer am Sonntag mit „Ja“ gestimmt. Wir bedanken uns sehr für diese deutliche Absage an Windanlagen in unseren Wäldern, die zugleich ein unmissverständlicher Auftrag an die Politik ist. Dieses herausragende Ergebnis ist sicher auch auf unsere Aufklärungsarbeit und das unermüdliche Engagement unserer Mitglieder und unserer vielen Helfer und Unterstützer zurückzuführen. Unzählige Stunden an Computer und Telefon, Arbeitseinsätze bei jedem Wetter, großzügige Materialspenden, selbstlos eingebrachtes Wissen und Können, wie auch die ausschließlich aus privaten Spenden stammenden finanziellen Mittel haben maßgeblich  dazu beigetragen. - Dafür möchten wir uns bei allen von Herzen bedanken. Ausdrücklich bedanken wollen wir uns außerdem bei den drei Vertrauenspersonen des Bürgerentscheids, Patrik Helbig, Rainer Beck und 

Dr. Georg Schrön, die für unser demokratisch verbrieftes Recht eingestanden sind.    

 

Die souveräne Entscheidung der Sulzer Bürger erstreckt sich leider nicht auf staatlichen bzw. privaten Waldbesitz. Wir fordern die Stadtverwaltung daher mit Nachdruck auf, nun endlich gemäß ihres Mandats als Vertreter der Bürgerschaft zu handeln und sich in ihrer aktuell anstehenden zweiten Stellungnahme an den Regionalverband gegen Windanlagen von ForstBW auf unserer Gemarkung auszusprechen. - Achten Sie den Bürgerwillen!


Weshalb sind wir gegen Windanlagen?

  • Jede neue Windanlage macht den Strom über Steuern und Gebühren teurer und schädigt unsere Wirtschaft.
  • Die Stabilität des Stromnetzes ist bereits jetzt akut gefährdet. Der Netzausbau wird hunderte von Milliarden kosten.
  • Die Wunden, welche der Natur zugefügt werden, stehen in keinem Verhältnis zum erzeugten Strom.
  • Sie müssen davon ausgehen, dass Windanlagen gesundheitsschädigenden Infraschall erzeugen.
  • Je näher ein Windanlage an Ihrem Haus steht, desto mehr fällt der Wert Ihrer Immobilie.
  • Hocheffiziente Technologien stehen kurz vor dem Durchbruch - Windenergie wird überflüssig.

Standorte - Anlagenhöhe

 Über 30 riesige Anlagen sind in unserer Region geplant.

Und es wird jeden Sulzer Bürger betreffen!

Veranstaltungen

Gleich 4 Veranstaltungen von November 24 bis Februar 25.

Windenergie-Planung in Baden-Württemberg - wollen wir das?

Was spricht gegen Windräder und welche Alternativen gibt es?



Wenn man dieses Bild vom Kloster Kirchberg sieht, dann wird einem deutlich bewusst, weshalb wir uns hier mit aller Kraft gegen die Windanlagen im Wald stellen müssen.